Praktische Durchführung


Die theoretische Weiterbildung im Berliner Modell erstreckt sich über 3 Jahre. Am Anfang steht die Einführung in die Neurosen- und Krankheitslehre, gefolgt von klinisch-praktischen Seminaren. Mit der Teilnahme an einer Balintgruppe sowie der Lehrtherapie sollte frühzeitig begonnen werden.
Nach dem ersten Halbjahr können dann tiefenpsychologisch fundierte Anamnesen erhoben werden.
Im zweiten Jahr findet ein Zwischenkolloquium statt, wenn mindestens -fünf- akzeptierte Anamnesen vorliegen. Danach ist der Beginn von Behandlungen unter laufender Supervision möglich. Bis zum Abschlusskolloquium sind -sechs- Behandlungen über insges. 240 Stunden (davon -drei- mit jeweils mindestens 50 Stunden) und 18 supervidierte Anamnesen durchzuführen.
Die theoretischen und patientenbezogenen Seminare finden in 14-tägigem Rhythmus jeweils dienstags um 16.30 Uhr in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Charité statt.
Die Anamnesen-Zweitsichten und Behandlungssupervisionen erfolgen in der Regel inner- und außerklinisch bei einem der Supervisoren des Berliner Modells. Die Behandlungen sollten nach jeder vierten Stunde supervidiert werden. Für die einzelnen Fälle sollten unterschiedliche Supervisoren gewählt werden. Es wird eine kontinuierliche Balintgruppe angeboten, an der über mindestens 35 Sitzungen teilgenommen werden soll.
Die Lehrtherapie (Einzelsetting mindestens 150 Stunden oder Gruppensetting mindestens 100 Doppelstunden) sollte den Weiterbildungsgang kontinuierlich begleiten und findet bei einem Lehrtherapeuten statt, der nicht in einem dienstlichen oder sonstigen Abhängigkeitsverhältnis zur Weiterbildungseinrichtung steht. Bei weiterführendem Interesse besteht für die Kandidaten die Möglichkeit, die Weiterbildung als psychoanalytische Ausbildung am Institut für Psychotherapie (IFP), Görtzallee, Berlin (www.ifp-berlin.eu), oder am Institut für Psychotherapie, Psychoanalyse und Psychosomatik (IPB), Helgoländer Ufer, Berlin (www.ipb-dpg-berlin.de), fortzusetzen. Bereits im Berliner Modell absolvierte Ausbildungsabschnitte werden dabei anerkannt.
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